Arbeitgeberanlass 2026


Spannender Einblick in die thurmed AG

Mitglieder des Arbeitgeberverbandes Mittelthurgau erhielten Mitte März im Kantonsspital Frauenfeld einen spannenden Einblick in die Welt des grossen Thurgauer Gesundheitsversorger.

Frauenfeld – Im Anschluss an die Begrüssung der rund 30 Teilnehmenden durch Arbeitgeber-Präsident Christoph Girsberger informierten Rolf Zehnder, CEO thurmed AG und Professor Ralph Zettl, Klinikdirektor Orthopädie der Spital Thurgau AG, aus erster Hand. «Eingangs seiner Ausführungen bezeichnete Rolf Zehnder das Altern der Gesellschaft «als Chance und nicht als Problem» – denn das sei keine Überalterung, sondern vielmehr eine Herausforderung, bis ins hohe Alter gut leben zu können. Auch beschrieb er die Veränderungen in der Spitalfinanzierung.

5000 Mitarbeitende

Wie er zur thurmed AG sagte, beschäftigt diese rund 5000 Mitarbeitende und deren grösste Tochterunternehmung ist die im Jahr 1999 gegründete Spital Thurgau AG. Diese betreut in den Spitälern Frauenfeld und Münsterlingen Patientinnen und Patienten. Hinzu kommen die Psychiatrie Münsterlingen und die Reha-Klinik St. Katharinental in Diessenhofen sowie weitere Standorte wie das Rheumatologiezentrum in Weinfelden und die Venenklinik in Kreuzlingen. Darüber hinaus ist die thurmed AG rentabel. Sie schüttet an den Kanton als Alleinaktionär jeweils Dividenden aus und zahlt auch Steuern.

Klare Trennung

Rolf Zehnder lieferte auch mehrere Gründe, weshalb die thurmed AG im Quervergleich so gut dasteht: Der Kanton als Eigentümer der AG mischt sich nicht in die operative Führung ein, sondern wirkt als Regulator. Im Weiteren profitiere man bezüglich Fachkräfte von der Grenznähe. Positiv wirke sich auch die traditionell langjährig tätigen Mitarbeitenden aus sowie die Zentralisierung von Aufgaben.

Roboter-Technik in der Medizin

Einen interessanten Einblick in die medizinische Tätigkeit am Kantonsspital Frauenfeld gab Professor Ralph Zettl, der über den Einsatz eines Roboters bei Knie-Operationen informierte. Die Vorteile von Operationen mit Roboter-Support sind gemäss Studien kürzere Liegezeiten und schnellere Entlassung nach Hause. Dabei entstehen durch den Einsatz des Roboters keine zusätzlichen Kosten für die Patienten. Professor Zettl: «In den ersten beiden Jahren haben wir bisher rund 600 Operationen mit dem Roboter erfolgreich durchgeführt». Dabei funktioniert der Roboter nach einem Assistenzsystem – er führt also nur Aktionen aus, die vom Arzt eingegeben werden.

Beim anschliessenden Apéro wurde die Gelegenheit gut genutzt, um sich von den Fachleuten Fragen beantworten zu lassen.

Im Auftrag des AGV Mittelthurgau, Andreas Anderegg

 

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